Der Morbier wird deine Neugier durch die schwarze Ascheschicht wecken, die durch seine Mitte verläuft. Der Typischste auf unseren Käseplatten ist ein Rohmilchkäse und geht auf eine lange Bauern- und Bergtradition zurück, die durch die kontrollierten Herkunftsbezeichnungen AOC und AOP doppelt geschützt ist. Begib dich auf die Entdeckung seiner Geschichte in den Käsereien des Juragebirges. Entschlüssele die Geheimnisse der Herstellung und wage dich an das Rezept für Morbiflette.

Histoire de rayure
Jura Tourisme
Terroir und Tradition

Der Morbier - was für eine Geschichte!

Dieser Käse entstand Ende des 19. Jahrhunderts in der kleinen Stadt im Jura ... Morbier!

Man erkennt ihn an der schwarzen Linie, die ihn mittig durchzieht. Diese Besonderheit geht auf eine alte Bauerntradition

Im Winter ging in den abgelegenen Berghöfen die Milchproduktion zurück, sodass die Herstellung der Comté-Laibe nicht mehr möglich war, da sie sehr viel Milch benötigten.

Die Bauern im Jura waren allerdings einfallsreich und entwickelten daher einen Käse, der in zwei Arbeitsgängen hergestellt werden kann! Beim morgendlichen Melken stellten sie Sauermilch her, die sie formten und mit einer dünnen Schicht Holzasche bedeckten, um ihn zu schützen. Am nächsten Morgen fügten sie die Sauermilch aus dem zweiten Melken hinzu.

Heute besteht der Streifen des Morbier aus Tradition fort. Der Ruß wurde ersetzt durch Pflanzenasche, die zu seinem fruchtigen und einzigartigen Geschmack beiträgt. Und es gibt eine gute Nachricht! Man kann ihn das ganze Jahr über genießen, denn seine Herstellung ist nicht mehr auf den Winter beschränkt. Dies sind die beiden einzigen Zugeständnisse an die Tradition, und das wird auch so bleiben, denn der Morbier ist durch die kontrollierten Herkunftsbezeichnungen AOC und AOP geschützt.

Käsereien

Wo kann man Morbier kaufen?

Auf deinem Weg wird es an Geschäften mit Terroir-Produkten und „Fruitières“ (traditionelle Käsereien im Juragebirge) nicht fehlen!

Hier findest du einige Adressen von Käsereien und Morbier-Produzenten. Bei einigen kannst du bei der Herstellung zuschauen und dich natürlich mit Morbier und anderen lokalen Käsesorten wie Comté, Mont d‘Or, Bleu de Gex usw. eindecken.

 

Recette de la morbiflette
BFC Tourisme
Das Wintergericht schlechthin

Morbiflette

Morbier kann in all seinen Formen genossen werden: Man liebt ihn auf Brot als Imbiss zwischendurch oder zum Abschluss einer Mahlzeit, geschmolzen als Soße zu hellem Fleisch, als Raclette, Tarte oder Gratin: die berühmte Morbiflette!

Rezept für Morbiflette - für 6 Personen:

  • 1 kg Morbier
  • 1.2 kg Kartoffeln
  • 500 g geräucherte Speckwürfel oder eine Morteau-Wurst
  • 4 Zwiebeln
  • 50 cl süße Sahne

1) Kartoffeln als Pellkartoffeln kochen, schälen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden.

2) Zwiebeln klein schneiden und mit den Speckwürfeln (falls du dich für Speckwürfel entschieden hast) in einer Pfanne goldbraun braten. Ansonsten eine Morteau-Wurst 20 Min. in kochendem Wasser kochen, ohne sie zu stechen.

3) Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

4) Kartoffeln, Zwiebeln/Speck oder Zwiebeln/in dünne Scheiben geschnittene Wurst in eine Auflaufform geben und verteilen. Mit dem in Streifen geschnittenen Morbier abschließen.

5) Süße Sahne über das gesamte Gericht gießen.

6) 30 Minuten lang backen.

Mit einem grünen Salat servieren und guten Appetit!

Ein gut bestückter Teller

Weitere typische Käsesorten

Die Käsetradition im Juragebirge ist nicht zu unterschätzen! Sie sind die Wiege einiger Käsesorten, die ein Muss sind auf den Käseplatten. Und es ist für jeden Geschmack etwas dabei: kräftig, mild, cremig, trocken, flüssig ... sie alle sollten unbedingt probiert werden.

En résumé